Es ist schon erstaunlich, wie Blind man manchmal durchs Leben geht.
Schlendert man eine Einkaufsstraße entlang, ist der Blick nur auf die schönen und ansprechend gestalteten Schaufenster gerichtet. 
Der Fokus liegt genau auf Augenhöhe.
Aber was spielt sich alles ober- und unterhalb des fokussierenden Blickes ab?
Wer schaut sich sich die Gebäudefassaden oberhalb der Auslagen an? 
Wer nimmt den Boden, auf dem er gerade schreitet genauer in Augenschein?
Und genau deshalb war ich mit meiner Kamera in der Innenstadt von Unna unterwegs, meine Augenmerk gezielt auf den Boden gerichtet. 
So bin ich die Massener Straße, die Wasserstraße und die Bahnhofstraße Meter für Meter abgeschritten und konnte so einige interessante Fotos machen.
Ob die Aufnahmen jetzt schön, skuriel oder interessant sind muss jeder für sich entscheiden, aber sie sind ein Stück Geschichte.
Geschichte auch deshalb, weil die Innenstadt komplett renoviert und neu gestaltet wird. Schon in ein paar Wochen werdet Ihr die Motive, die Ihr hier seht so nicht mehr vorfinden können.
Hier noch ein schönes Beispiel zum oben erwähnten Thema Geschichte und deren Vergänglichkeit.
Das Foto links und die beiden unteren Fotos trennen gerade mal 1 Woche. Zusehen ist der Eingangsbereich des Ateliers arthaus:nowodworski
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